Gekaufte Viralität

Wie wird ein Content "viral"?

 

Wer sich mit Social Media beschäftigt kennt die Frage nach dem ROI nur allzu gut. Worum es dabei gehen kann, habe ich bereits in einem Blogpost diskutiert.

Es vergeht kaum eine Woche, in der mich nicht ein Kunde danach fragt, was ihm die tolle neue App, die abgefahrene Kampagne oder die spacige Facebook Seite bringt. Und die Antwort ist eigentlich ganz einfach:

 

Was sie wollen!
So banal das klingt: Mit Social Media können wir alles erreichen. Es kostet auch dementsprechend mehr (oder weniger). Wer noch glaubt, Videos von Unternehmen wie Old Spice oder Blendtec werden einfach so viral, der irrt.

Das wird sehr deutlich in einer Expertendiskussion mit Seraj Bharwani (Visible Measures)

ausgesprochen: “It appears easy when you see Old Spice out there or Evian Babies out there, but there is a lot of art and science associated with [going viral]… You have to pay to promote your video in all of the right places where consumers can discover.”

 

Überrascht? Eigentlich ist es doch ganz klar: Ohne Budget in der Ideenentwicklung und Umsetzung sieht auch ein klassischer TV Spot billig aus, wirkt nicht begeisternd und ohne Budget bei der Schaltung wird er nicht von der Zielgruppe gesehen.
Es müssen also interessanter Content und ausreichend Budget zusammenkommen um viral zu werden.

 

Was zeichnet “contagious content” aus?
Wie in einem anderen Blogpost behandelt, hat sich zu dieser Frage Jonah Berger von der Wharton University of Pennsylvania, bereits Gedanken gemacht, die er in seinem ASPECTS Modell festhält:
A: Advertises itself
S
: Social Currency
P
: Pracitcal Value
E: Emotion
C
: Common Ground
T
: Triggered
S
: Stories
Je mehr Aspekte eines bestimmten Contents positiv beantwortet werden können, desto höher die Chance auf Verbreitung.

 

Wo investieren?
Wie bereits beschrieben, ist es wichtig in die Gestaltung des Contents und das entsprechende Seeding auf relevanten Plattformen zu investieren. Nebenbei gibt es auf den unterschiedlichen Social Media Plattformen noch einige sinnvolle und rentable Möglichkeiten zu investieren; wie beispielsweise Facebook-Ads.
Und auch wenn Unternehmen ihre Budgets für Ads ungern veröffentlichen, der Effekt ist eindeutig, wie in dieser Kampagne von Audi, mit der die Fananzahl um 350% innerhalb von 30 Tagen gesteigert wurde.

 

Ziele klären
Bevor man also den Outcome definiert, überlegt man ganz klassisch welche Ziele man erreichen und wie viel Budget man investieren möchte. Als nächstes können sich Social Media Manager um den Content und das entsprechende Seeding kümmern.

 

Fazit: Wenn Budget für Content und Schaltung stimmen, geht alles.Dann geht auch “viral”.

 

Guest-Editorial-Disclaimer: Dieser Blogbeitrag wurde von Florian Schleicher verfasst, einem Social Media Consultant bei vi knallgrau.

 


Hinterlasse eine Antwort