Der österreichische Journalist 3.0

In den vergangenen Monaten haben wir mehrere Studenten bei ihrer Diplomarbeit unterstützt, die sich zwecks “Experteninterview” an uns gewandt haben. Immer wieder kam dasselbe Thema auf – Jobchancen am Markt – und jedes Mal derselbe Irrglaube: es gäbe kaum Jobs im Social Media Bereich.

 

Das eigentliche Problem sind nicht zu wenige Arbeitsplätze (einfach falsch) sondern die nicht vorhandene Erfahrung der Uniabsolventen in Social Media, die sämtliche HR Abteilungen der Social Media Agenturen zur Verzweiflung bringt. Studenten werden nicht einmal ermuntert, sich abseits vom privaten Facebookvergnügen mit anderen Social Media Channels vertraut zu machen, obwohl sie Kommunikationswissenschaften (etc.) studieren.

 

Journalist ohne Handy

Armin Wolf hat bei der Podiumsdiskussion zum Thema Twitterpolitik gemeint, dass ihm Journalisten ohne Twitter vorkommen, wie früher diejenigen Journalisten, die sich gegen ein Handy sträubten: es ging irgendwie, aber mühsam zu erreichen waren sie. Ob Twitter oder ein anderes Social Network, für eine Person, die sich heutzutage auf einen Beruf in der Kommunikationsbranche vorbereitet, führt kein Weg mehr an Social Media vorbei – weder privat noch beruflich.

 

Nothing is older than yesterday’s news

Auch wenn es nur wenige Journalisten in Österreich gibt, die man als Best Practice anführen kann, kristallisieren sich Armin Wolf, Corinna Milborn, Hanno Settele und Karim El-Gawhary als 4 entscheidende Player heraus. Doch nach dem aufsehenerregenden ZIB Protestvideo sollten alle Journalisten wissen, dass sie ohne Social Media nur mehr die News von gestern liefern können.

 

Fokus auf Social Media

Mit Social Media werden sich also die klassischen Medien aus der Schlinge ziehen? So einfach darf man es sich aber auch nicht machen, denn der Journalismus 3.0 birgt eine Revolution in sich, die noch die Grundfesten der österreichischen Presselandschaft erschüttern wird: schwache Gatekeeper Rolle, Leser nicht mehr Empfänger, sondern Teil der Konversation
The Guardian hat mit einer schönen Kampagne die Richtung vorgegeben, für die wir allerdings noch viele Hürden in Österreich überwinden müssen.

 

“There is an enourmous range of journalism jobs out there”, sagt Jonathan Hewett, Professor an der City University London für interaktiven Journalismus. “It’s just important to know that it’s unlikely that everyone is going to end up in a “traditional” journalism job. There is much more choice than 10 or 15 years ago, and that can be very confusing for students. The only way to handle that is to be well informed about the current trends and changes in journalism, so to be able to make a conscious decision about what to choose in the end.”

 

Die Rettung kommt…?

Nicht nur Studierende, sondern Journalisten würden ein intensives BackUp benötigen. Die FHWien bietet hierfür das erste Master-Studium für Journalismus & Neue Medien, das berufsbegleitend absolviert wird: Multimediajournalismus, Social Media, New Media Trends und Onlinejournalismus auf der einen, sämtliche journalistischen Basics für Print, TV und Video, Radio und Audio auf der anderen Seite.

 

Mit Interesse und selbstständigem Arbeiten in Social Media lassen sich somit die idealen Voraussetzungen für den Einstieg in den Journalismus erarbeiten. Die Option, sich seine journalistische Erfahrung anrechnen zu lassen, soll aktiven Journalisten die Absolvierung des Masterprogramms erleichtern.

 

 

advertorial: FH Wien

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