Ein Faktum: es gibt noch keine negativen Infografiken über Pinterest. Die meisten User wundern sich über den schnellen Aufstieg und warten mehr oder weniger skeptisch auf den vermeintlichen Untergang.
Pinterest hat 2 große Stärken: das Design – eine visuelle, leicht zu bedienende Plattform, die für den Schnellkonsum gedacht ist; und der Referral Traffic – eine einfache Möglichkeit der Suchmaschinenoptimierung durch Re-Pin-Power.
Ob alle sozialen Netzwerke dasselben Schicksal erleiden wie Myspace oder StudiVZ, ist eine interessante Frage, die sich auf 2 Ebenen beantworten lässt.
Man könnte einen spekulative Vergleich zwischen der Entwicklung der einzelnen Plattformen anstellen, was aber wenig Sinn machen würde: entweder weil die Netzwerke konkurrieren und sich schlussendlich nur eines etabliert, oder weil sie verschiedene Funktionen erfüllen und daher unvergleichbar sind.
Viel mehr “Erklärungspotential” hat aber die Makro-Perspektive, wo man 3 Phasen des Internets vergleicht und nicht nur die einzelnen sozialen Netzwerke. In der ersten Phase haben sich die Giganten des Internets (Yahoo, Google, E-Bay etc) entwickelt, die eine erste Struktur geschaffen haben. Diesen folgten die sozialen Netzwerke, die den Schwerpunkt auf die Community gelegt haben. Offensichtlich hat das Web 1.0 nicht Schritt halten können; Google+ ist eigentlich noch ein Misserfolg.
Web 3.0
Die 3. Phase hat schon begonnen: Web 3.0 ist von Apps und die dadurch generierte Mobilität gekennzeichnet. Als Paradebeispiel für den Wandeln von Web 1.0 zu Web 3.0 könnte man die Suchfunktion von Google heranziehen: warum das veraltete Google-Kastl nützen, wenn man gemütlich Siri verwenden kann?
Die Änderung findet sicherlich nicht abrutpt statt, aber ob sich die Giganten des Web 2.0 “mobilisieren”, bleibt eine Frage der Zeit. Daher sollte man die sozialen Netzwerke voll ausnützen, und gleichzeitig auf den nächsten Schritt vorbereitet sein.









