Wir leben in einer Welt umgeben von Information. Es ist unmöglich geworden, diese Unmengen an Wissen selber zu speichern: dafür brauchen wir Ablagemöglichkeiten. Das Internet und die Cloud bieten eine praktische Lösung, die aber von vielen kritisiert wird. Als ein Argument wird die berüchtigte Verblödung gebracht, da man nicht mehr denken muss, wenn die Information schon da ist.
Das Problem liegt aber eher darin, dass der durchschnittliche User nicht das Know-how hat, eine richtige Google Suche durchzuführen – umso mehr im offline Kontext. Wie kann man sich aber Informationen (Geschichte, Highlights, Herkunft) aus einer Stadt merken?
Die Bürger der Stadt Monmouth aus Wales haben eine moderne Antwort darauf: die Monmouthpedia Stadt. Sehenswürdigkeiten, Personen öffentlichen Interesses, Organisationen uvm. wurden in Form von QR-Codes dokumentiert: über 1000 QR-Codes, die zu ca. 500 Artikel führen und das Ganze in 25 Sprachen.
Kurz und bündig geht es darum, den Touristen relevante Informationen möglichst einfach zu bieten. Im Vergleich zur Tram Sightseeing App aus Schweden hat die Wikipedia-Stadt zahlreiche Vorteile. Das Projekt wurde in Kooperation mit der Stadtverwaltung umgesetzt, so dass man daran arbeitet, das Wlan in der ganzen Stadt frei zugänglich zu machen.
Monmouthpedia Projekt wird wahrscheinlich die Reiseführer ersetzen. Die Information ist immer up-to-date und die Keramik-Plakate zielen auf Kontinuität. Neben der Hauptfunktion, Infos offline leicht erreichbar zu halten, gibt es auch einen Mehrwert durch Geo-Tagging und Augmented Reality - interaktive Stadttouren.
Die größte Leistung dieses Projektes besteht allerdings in der Beteiligung der Bürger: ohne diese Beiträge wäre die Dokumentation der Stadt schwieriger gewesen. Somit ist es ein wichtiges Beispiel – eigentlich ein Meilenstein – wie online Entwicklungen mehr als hilfreich sein können und Leute zusammenbringen.








