Social Media kann man eigentlich mit Awareness gleichsetzen, denn die relevanten Dinge definieren sich durch die Reaktion der User. Dieses Verhalten ruft wiederum eine konstante Bemühung seitens der Marketer hervor, stets überzeugende Konzepte zu erstellen.
Im Bereich des sozialen Aktivismus (NGO, NPO etc.) ist der Aufwand noch größer, weil der durchschnittliche User wegen dem enormen Werbe-Input eine gewisse Werberesistenz entwickelt hat.
Kampagnen von NGOs & Co kann man so in 3 Kategorien einteilen:
Emotion
Das schnellste Viral Video aller Zeiten - Kony 2012 – hat bei Usern den richtigen Knopf gedrückt: die einfache Storyline und die prägnante Emotionalisierung haben den Wunsch der Massen geweckt, etwas Gemeinsames zu unternehmen. Die Gut-Böse Dialektik wurde auf eine emotionale Botschaft reduziert, worauf eine geniale Kommunikationsstrategie gebaut wurde. Der weltweite Buzz dauerte ca. 2-3 Wochen und schien dennoch keine großartige Wirkung entfaltet zu haben.
Härte
Der Großteil der Branche versucht den Usern die Wahrheit in einer aggressiven Art und Weise näher zu bringen, als müsse er selbst die harten Bedingungen erfahren, wogegen gekämpft wird. Wenn man aber ständig mit Furchtappellen konfrontiert wird, besteht die Gefahr, dass man für derartige Botschaften immun wird.
Die skurrile App von Amnesty International, Hunger Delivery oder The Bigger Game sind nur einige aktuelle Beispiele, die auf persönliches Erlebnis zielen. Und das nicht ohne Erfolg, wobei man in diesen Fällen mit dem Versuch der User rechnen sollte, sich gegen die moralisierenden Botschaften zu wehren.
Ironie
In letzter Zeit hat sich ein neuer Trend entwickelt: der Gag. Meistens wird in diesen Fällen Ironie eingesetzt, um die Message zu transportieren. The Phone Story, ein Smartphone-Spiel für Erwachsene, thematisiert die Probleme der Entwicklungsländer während des Herstellungsprozesses.
Im Falle der Umweltverschmutzung in Nigeria wurde zu Begin die Live with it! Fake-App gelauncht, die sich viral verbreitet hat (empfehlenswert sind die Kommentare derjenigen, die die Ironie nicht verstanden haben).
Eigentlich sollte dieses Video zu der Homepage der Kampagne führen, wo man nähere Informationen erhalten kann. Leider hat die Weiterleitung nicht funktioniert und die Aufmerksamkeit ist beim Eyecatcher hängengeblieben.








